50 Millionen Euro jährlich für globale Bildung

Deutschland kommt seiner Verantwortung an der Globalen Bildungspartnerschaft nicht nach, erklären Anja Hajduk, Stellvertretende Fraktionsvorsitzende, und Ottmar von Holtz, Mitglied im Entwicklungsausschuss.

Zur morgen beginnenden Finanzierungskonferenz der Globalen Bildungspartnerschaft (GPE) in Dakar erklären Anja Hajduk und Ottmar von Holtz:

Bildung ist ein Menschenrecht und Voraussetzung für eine gerechte Entwicklung weltweit. Deutschland beteiligt sich bisher an der Globalen Bildungspartnerschaft mit einem niedrigen Beitrag von sieben Millionen Euro jährlich. Der deutsche Anteil liegt somit bei nur 1,5 Prozent.
Damit kommt Deutschland seiner Verantwortung einen fairen Anteil zu leisten, längst nicht nach. Dieser läge bei mindestens 50 Millionen Euro. Der Weg zu gleichberechtigtem Zugang zur Ausbildung führt über eine ausreichende Grundbildung. 

Deutschland darf sich nicht verstecken, sondern muss eine Führungsrolle im Bereich der globalen Bildung übernehmen. Und das nicht mit warmen Worten, sondern mit Schulheften und Lehrergehältern. Wir fordern die geschäftsführende Bundesregierung auf, jetzt zu handeln. Koalitionsverhandlungen dürfen keine Ausrede sein für Untätigkeit. Darunter leiden tagtäglich Kinder, denen das Recht auf Bildung verweigert wird. Bei der GPE-Finanzierungskonferenz in Dakar muss Deutschland seinen finanziellen Beitrag in einem ersten Schritt auf 50 Millionen Euro jährlich erhöhen, und sich beispielgebend für globale Bildung engagieren. Deshalb bringen wir dazu auch einen Antrag ein und werden diesem am Freitag im Bundestag debattieren.

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Anja Hajduk MdB
Deutscher Bundestag
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