Im Kulturhaushalt werden kulturelle Teilhabe und Musik stärker gefördert

Erhard Grundl, Sprecher für Kulturpolitik, und Anja Hajduk, Stellvertretende Fraktionsvorsitzende freuen sich über einen GRÜNEN Erfolg.

Wir freuen uns, dass in der heutigen Bereinigungssitzung zum Bundeshaushalt unsere Forderung, die Bundeskulturfonds und die Musikförderung aufzustocken, umgesetzt wurde. Wir wollen die Teilhabe an Kunst und Kultur stärken und die Förderung ausbauen. Im Kulturausschuss und im Haushaltsausschuss haben wir deshalb die Aufstockung der Stiftung Kunstfonds, des Fonds Darstellende Künste, des Literaturfonds, des Fonds Soziokultur, des Übersetzerfonds und des Musikfonds gefordert.

Für 2019 werden wir eine weitere Aufstockung beantragen. Mit vergleichbar geringen Mitteln können hohe Effekte im Bereich der Künstler*innenförderung erwirkt werden. Durch die entstehenden Angebote wird Kultur für viele erlebbar. Die Förderquoten der Fonds sind noch zu gering. Zu viele hochqualitative Anträge mussten zuletzt abgelehnt werden. Das muss eine Kulturnation wie Deutschland besser machen.

Wichtig war uns außerdem, dass der "APPLAUS"-Preis nicht gekürzt wird. Dass er nun doch mit zwei Millionen Euro ausgestattet, die wichtige KünstlerInnen-Förderung der Initiative Musik ebenfalls aufgestockt und das Reeperbahn-Festival in Hamburg gefördert wird, freut uns umso mehr. 

Im Bereich der Musikförderung war im ersten Haushaltsentwurf vorgesehen, die Mittel für den wichtigen Spielstättenprogrammpreis "APPLAUS" für herausragende Live-Clubs zu halbieren. Die Preisgelder werden stets in neue Programme investiert, insbesondere in NachwuchskünstlerInnen und -bands.
Trotz der Freude über das Erreichte gibt es noch viel zu kritisieren am Kulturhaushalt. Es besteht ein Ungleichgewicht in der Musikförderung zwischen den Genres und Sparten. Die kulturelle Teilhabe muss deutlich stärker gefördert werden, damit wir mehr niederschwelligen Zugänge zu Kultur für alle haben. Dafür werden wir uns in den anstehenden Haushaltsverhandlungen für das Jahr 2019 einsetzen.

Bundestags-Büro in Berlin
Anja Hajduk MdB
Deutscher Bundestag
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