Antwort auf eine Kurzintervention der AfD

Nach Ihrer Rede zum Haushalt für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung wurde Anja Hajduk im Rahmen einer Kurzintervention eine Frage gestellt vom Abgeordneten der AfD. Hier ist ihre Antwort:

Herr Kollege, ich will Ihnen Folgendes dazu sagen: Nehmen Sie zur Kenntnis und leugnen Sie nicht weiter, dass die Kollegen in den anderen Fraktionen, auch was
Qualitätsaspekte angeht, bereit sind, sehr selbstkritisch auf die Entwicklungszusammenarbeit zu gucken; denn wir wollen sie verbessern.

Das bezieht sich immer auch auf Quantitäten und auf Qualitäten. Indem Sie hier behaupten, nur Sie könnten so was sehen und erkennen, macht es diese Sache nicht
wahrer. Was Ihr eigener Redner vorhin gemacht hat, ist,dass er die Botschaft verbreitet hat: Wenn man weniger Geld in die Entwicklungszusammenarbeit steckte, dann
würde das Sinn machen. Sie unterliegen dem großen Missverständnis, dass es ein Gewinn für Deutschland wäre, wenn wir weniger Verantwortung für die Welt tragen
würden. Das ist der große Irrtum, und ich bin froh, dass die Mehrheit in unserem Land Ihnen da gar nicht glaubt und Ihnen, was Ihre sehr begrenzte politische Fähigkeit angeht, zu erkennen, dass eine wirklich erfolgreiche Politik im 21. Jahrhundert für Deutschland nämlich in globaler und europäischer Verantwortung stattfinden muss, nicht folgen wird. Insofern widerlegen Sie sich mit Ihren Argumenten eigentlich selber. Vielleicht lernen Sie das Zuhören noch; ich habe aber meine Zweifel daran.

Bundestags-Büro in Berlin
Anja Hajduk MdB
Deutscher Bundestag
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